Neues Finanzierungskonzept für Wasserpark

Montag, 31. Juli 2017 um 14:42 Uhr

Die Plopsa-Gruppe, zu der der Holiday Park gehört, hält trotz des verlorenen Bürgervotums im vergangenen Jahr an ihren Plänen fest, in Kooperation mit der Gemeinde Haßloch einen Wasserpark bauen zu wollen. Nun wurde ein neues Finanzierungskonzept vorgelegt.

Vor etwa einem Jahr wurden die konkreten Pläne für das Plopsa-Spaßbad präsentiert.

In Belgien betreibt Plopsa bereits den Wasserpark „Plopsaqua“ in direkter Anbindung an das Plopsaland De Panne. Drei weitere Wasserparks sind geplant, alle in Kooperation mit belgischen Gemeinden.

Neuer Anlauf in Deutschland

Nun erhofft sich die Themenparkgruppe, den Haßlocher Gemeinderat doch noch auf ihre Seite ziehen zu können und legt ein neues Finanzierungskonzept vor. Dieses soll die Kommune insgesamt um 7,5 Millionen Euro entlasten. Bisher sollte Haßloch über einen Zeitraum von 25 Jahren jährlich 900.000 Euro beisteuern, nun soll der jährliche Betrag auf 600.000 Euro reduziert werden – ohne dass sich etwas am Angebot des Spaßbades ändert.

Der Wasserpark soll sich auf dem Gelände des Holiday Parks befinden und unabhängig vom Park zugänglich sein. Bekannte Figuren der Studio 100 Gruppe wie Biene Maja, Wickie, Heidi und Tabaluga werden in dem Wasserpark die Besucher begrüßen. Das Schwimmbad soll unter anderem zwei nicht thematisierte Sportschwimmbecken, ein Wellenbad mit Regen und Gewittereffekten, einen Wildwasserfluss, einen Kinderbereich, ein eigenes Kinderkino, Whirlpools und verschiedene Rutschen enthalten.

Die Einwohner Haßlochs würden im Plopsa-Wasserpark voraussichtlich 6,00 Euro Eintritt zahlen, was dem derzeitigen Preis einer Tageskarte für den Badepark Haßloch entspricht. Das Parken für Haßlocher Bürger wird während des Schwimmbadbesuches kostenlos sein.

Plopsa will, Haßloch aber nicht

In einer heutigen Pressemeldung äußert sich Verwaltungsleiter Bernd Beitz zu den Kooperationsplänen: „Ich hoffe sehr, dass es zu einer Kooperation kommen wird. Dies wäre ein Gewinn für alle Seiten. Die Gemeinde hätte hohe Einsparungen und planbare, niedrigere Kosten ohne Risiko für viele Jahre. Die Bürger von Haßloch hätten ein attraktives, modernes und einzigartiges Schwimmbad zum Eintrittspreis des jetzigen Badeparks und der Holiday Park würde schneller als gedacht zu einer Ganzjahresdestination werden und könnte viele neue Arbeitsplätze schaffen.“

Steve Van den Kerkhof ergänzt: „ Wir haben das bei weitem attraktivste Angebot zu den mit Abstand niedrigsten Kosten vorgelegt und würden uns um eine Anbindung an einer Buslinie durch das Dorf kümmern und kostenlose Parkplätze zur Verfügung stellen. Andere Gemeinden, auch aus Deutschland, rennen uns die Türen ein, um ein solches Schwimmbad zu bekommen.“

Die Haßlocher Bürgerinnen und Bürger wollen mehrheitlich lieber den bestehenden Badepark erhalten: In einem Bürgervotum im vergangenen Jahr wurden den Haßlochern verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft des Badeparks zur Abstimmung gestellt. Nur ca. 15 Prozent entschieden sich für das Angebot von Plopsa, einen Wasserpark am Holiday Park bauen zu wollen, was gleichzeitig für den Badepark den Abriss bedeuten würde.

Der Gemeinderat will dem Votum der Bürger Folge leisten, weshalb eine Kooperation mit Plopsa weiterhin unwahrscheinlich scheint. Die Themenparkgruppe hält dennoch offiziell weiterhin an den Plänen fest, auch ohne Zusammenarbeit einen Wasserpark bauen zu wollen.